Und täglich grüßt mein Murmeltier

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wenn ich als Kind ständig von alten Leuten zu hören bekam „Im Leben wird dir nichts geschenkt. Man muss sich alles hart erarbeiten. Ohne Fleiß kein Preis.“

Kommt dir das bekannt vor? Man rackert sich ab, fällt vor lauter Müdigkeit ins Bett und der Preis hat nichts mit Leichtigkeit zu tun.

(c) Herzmotivation.com

Niemand sagte einem, dass das Leben leicht sein kann. Selbst ich habe solche Sätze zu meinen Kindern gesagt und ihnen genau das Gleiche vermittelt. Verrückt oder?

Hast du dich selbst schon einmal gefragt, ob DU glücklich bist? Lebst du DEIN Leben, so wie du es dir wünschst?

 

Ich habe mir diese Fragen gestellt und das nicht zu knapp. Jedoch habe ich mein inneres Murmeltier nicht wahrgenommen, welches immer wieder auf alte Verhaltensweisen zurückgriff. Meine äußeren Einflüsse ließen mich oft in alltägliche unbewusste Routinen zurückfallen.

Ein typisches altes Verhaltensmuster war zum Beispiel, dass ich permanent funktionierte. Ich war durch meine alt bekannten Emotionen und äußeren Einflüssen wie fremdgesteuert. Immer nach dem Motto: zuerst alle anderen und zum Schluss ich. Doch zum ich kam es letztendlich nicht, weil ich abends viel zu müde ins Bett fiel. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Irgendwann entdeckte ich, dass in mir viel mehr eine innere Leere existierte, statt pure Lebensfreude. Das machte mich sehr traurig und ich hatte keine Ahnung, wie ich das für mich ändern konnte. Zu groß waren die Erwartungen von Anderen an mich.

Nachdem ich das erkannt hatte, war es jedoch gar nicht so einfach die bestehenden Verhaltensweisen zu ändern. Es ist ein Irrglaube, dass man von heute auf morgen alles ändern kann. Klar wünschen wir uns das immer wieder, aber so funktioniert es leider nicht. Zumindest nicht, solange man nicht selbst in der eigenen Achtsamkeit lebt.

Mein Murmeltier kämpfte in der Zwischenzeit ums nackte Überleben. Anfänglich plagten mich Gewissenbisse und schlechte Gefühle gegenüber meinem Umfeld. Ich fühlte mich oft schuldig. Wie sollte ich ihnen erklären, dass ich von nun an zuerst für mich gut sorgen möchte und sie erst danach drankommen? Mir war nur eins klar. Ich wollte unbedingt herausfinden, was das mit dieser Achtsamkeit auf sich hat.

Ich habe mich daher viel mit dem Thema beschäftigt. Dabei habe ich für mich die sehr effektiven Fragestellungen entdeckt. Sie begeisterst mich total und ich möchte sie dir gerne ans Herz legen.

Will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS, will ich DAS wirklich?

Unser Körper gibt uns umgehend die Antwort auf die oben genannte Fragestellung, auch wenn unser Verstand uns etwas anderes Einreden will. Probiere es einmal aus.

Fühlt es sich für dich leicht und beschwingt an, dann sagt dein Herz ja dazu. Fühlt es sich für dich schwer und bedrückend an, so sagt dein Herz nein.

Es zeigt dir sehr deutlich, ob dein von dir eingeschlagener Weg richtig oder ist. Wenn du dir diese Fragen immer wieder stellst, so kommst du damit in deine Achtsamkeit und kannst daraus neue Wege gehen. Dein Herz kennt den Weg. Erschaffe dir neue Lebensumstände und gute Gefühle.

Und ja, du darfst dafür sorgen, dass es dir gut geht. Du darfst glücklich sein.

Das hat nichts mit falschem Egoismus zu tun, sondern mit Selbstliebe und Selbstverantwortung. Wenn es dir gut geht, geht auch deinem Umfeld gut.

Wichtig ist nur, dass du dir dessen bewusst wirst. Es ist egal, was Andere darüber denken oder wie du dich ihrer Meinung nach Verhalten solltest. Es ist dein Leben! Du trägst dafür die Verantwortung und zwar jeden Tag aufs Neue. Erschaffe dir dein Leben, wie du es dir wünschst. Niemand kann dir das abnehmen.

Ich weiß genau, wie sehr deine ABER jetzt auftauchen. Natürlich weiß ich auch, dass immer wieder Zweifel oder äußere Umstände auftreten können, die dir möglicherweise Grenzen setzen. Vielleicht fühlst du dich von deinen Lebensumständen abhängig. Deine Kinder fordern alles von dir, dein Partner erhebt auch Ansprüche und dein Job für ist für deinen Lebensunterhalt dringend notwendig. Freunde und Verwandte wollen auch beachtet werden. Ich weiß wie es ist, Kinder alleine groß zu ziehen und dann auch noch voll arbeiten zu gehen. Den Haushalt nicht zu vergessen, der letztendlich auch noch geführt werden will. Da bleibt einem manchmal wenig Freiraum. Ich sage ja auch nicht, dass du alles gleich hinschmeißen sollst. Wenn du jedoch in deinem Leben nicht glücklich bist, liegt es in deiner Verantwortung, dies zu ändern.

Für deine Veränderung ist es wichtig, dass du nicht in Problemen, sondern in Lösungen denkst. Streiche als erstes den Satz aus deinem Kopf: „DAS geht nicht.“ Mein Vater sagte früher immer zu mir: „Geht nicht, gibt´s nicht!

Welche Möglichkeiten kannst du für dich umsetzen, damit du nicht täglich deinem Murmeltier begegnest?

Wie wäre es, wenn du dich daran erinnerst, dass du dich für deine Kinder, deinem Partner oder deinem Job entschieden hast?

Tipp: Um sich etwas bewusst zu machen, ist es sehr hilfreich, wenn man es sich aufschreibt.

Mache dir einige Zettel mit drei Spalten.

In der linken Seite schreibst du alles auf, was du zum Bespiel Positives mit deinen Kindern | Partnerschaft | Job u.v.m. verbindest. In der mittleren Spalte schreibst du dir alles auf, in welchen Bereichen du bestimmte Sachen nicht gut findest. In der rechten Spalte schreibst du dir alle Möglichkeiten auf, die du verändern kannst, damit sich die Punkte in der mittleren Spalte zum positiven hin verändern können.

Noch einmal: Denke in Lösungen, nicht in Problemen.

Setze dir keinen Grenzen in deinem Kopf, um etwas zu verändern. Du kannst Lösungen finden und falls du sie nicht von alleine findest, suche dir professionelle Hilfe im Außen, Gleichgesinnte – die dir wohlgesonnen und für dich wegweisend sind.

Übrigens: „Du darfst glücklich sein und dein Leben genießen.“ Die Frage ist nur: „Willst du es auch?“

Vielleicht fragst du dich, was aus meinem Murmeltier geworden ist?

Ich übe mich in der täglichen Achtsamkeit. In meinem Alltag habe ich kleine Rituale eingebaut, die mir guttun. Ich sage nein, wenn ich nein meine. Ich genieße die Kraft der Dankbarkeit. Ich konzentriere mich bewusst auf positive Dinge und erfreue mich daran.

Und falls ich doch wieder einmal im Strudel der Schnelllebigkeit unaufmerksam sein sollte, hinterfrage ich mich selbst.

Weißt du noch?

Will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS, will ich DAS wirklich?“

Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit dir und für dich.

Deine Katrin Behr

 

Beginne deiner Leidenschaft zu folgen

Beginne deiner Leidenschaft zu folgen und das Universum wird dir Türen öffnen, wo zuvor nur Mauern waren!

Vielleicht kennt ihr auch das Gefühl für etwas zu „brennen“. Sobald man wach wird, kreiseln die Gedanken nur um das Eine. Manche Ideen kamen und waren sofort wieder weg. Ich wusste nur eins.

Es wird Zeit, dass ich mich auch mit Dingen beschäftige, die mich auf eine ganz besondere Art und Weise glücklich machen – mich frei und leicht fühlen lassen – die mir das Gefühl geben, dass es im Leben noch ganz viele wundervolle Dinge gibt.

Gestern schrieb ich zum Beispiel für einen Verlag ein Buchkapitel. In dem Buch werden von verschiedene Menschen jeweils ein Kapitel zu lesen sein und ich bin eine Person davon. Das ist eine große Ehre für mich. Der Erscheinungstermin ist für den Frühsommer 2017 geplant. Ich schrieb und schrieb und schrieb und schrieb immer noch.

Fast war es so, als wenn ich gar nicht mehr mit dem Schreiben aufhören konnte. Meine Fingen schwebten flink über die Tastatur, als würden sie geradezu einen Freudentanz aufs Parkett legen.

Es war vollbracht und es fühlte sich toll an. Im Anschluss las meine Tochter die Zeilen laut vor und auch beim Zuhören fühlte es sich für mich stimmig an. Ich lehnte mich zufrieden zurück, denn ich habe alles erledigt und den Abgabetermin überpünktlich eingehalten. Normalerweise bin ich eher der Mensch, der vieles auf dem letzten Drücker erledigt.

Alles erledigt?

Hmm, wenn da nicht plötzlich meine innere Stimme lauter geworden wäre. Jede Faser meines Herzens sang plötzlich vor lauter Freude und die Ideen sprudelten wie Wasser aus meinem Kopf. Das konnte selbst ich nicht überhören. Ich spürte die Leidenschaft in mir aufsteigen und da war es plötzlich: Das ganz klare JA zum Schreiben.

Ihr Lieben, es gibt so vieles, worüber ich schreiben möchte. Manchmal werden es Zitate sein, zu denen ich mich äußern möchte. Einige Buchempfehlungen werde ich machen und euch darüber berichten, wie ich sie beim Lesen empfunden habe.

Außerdem bin ich eine neugierige Person im Ausprobieren von Motivationstechniken oder von bestimmten Meditationsthemen. Es gibt bei mir selten ein nein in Bezug auf Motivation und Meditation.

Wenn ich es nicht kenne, dann teste ich es aus, wenn es sich für mich stimmig anfühlt. Früher dachte ich immer, dass ich nicht bei einer Sache bleiben könnte. Doch heute sehe ich das komplett anders. Es ist wie mit Essensgerichten und Getränken. So viele Sachen kenne ich noch nicht und warum soll ich nein sagen, wenn es mich neugierig macht. Für mich ist nur wichtig, dass es etwas Positives bewirkt. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass ihr das auch alles toll finden müsst. Es werden eher Anregungen und Tipps sein. Ob ihr sie aus Neugierde einfach einmal ausprobiert, könnt ihr nur für euch alleine entscheiden.

Es werden sich noch weitere Themen finden, über die schreiben werde.

Namasté

Katrin

 

Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie

Ich liebe es, wenn ich mit der S-Bahn durch Berlin fahre. Das sind die seltenen Momente, um innerhalb von kurzer Zeit die Veränderungen der Stadt nur ansatzweise zu spüren. Wie ein kleines Kind schaue ich neugierig aus dem Fenster und lasse die Häuser, Parks und Straßen an mir vorbei rauschen.

Eigentlich wäre alles super, wenn da nicht die vielen Menschen mit ihren speziellen Gesichtsausdrücken wären und die mich zum Nachdenken anregen. Sie sehen fast alle traurig, frustriert, gestresst, unglücklich, unzufrieden, genervt, zornig, verbittert, müde oder teilnahmelos aus. Menschen die lächeln und glücklich im Zugabteil sitzen, scheinen fast eine ausgestorbene Spezies zu sein.

Für einen Moment schließe ich meine Augen und genieße die zärtliche Berührung meines Gesichtes durch die Sonne. Ich denke über die Menschen nach, die mit mir im gleichen Abteil sitzen. Sind diese Menschen im Außen der Spiegel meiner Seele?

Im S-Bahnfenster spiegelt sich mein Antlitz und ich sehe meine Lachfalten um meine Augen, aber auch, dass sich meine Mundwinkel leicht nach unten verschieben. Ich erkläre es mir mit der nachlassenden Elastizität meiner Haut. Vielleicht lache ich doch etwas zu wenig. Wie all die vielen Menschen um mich herum, habe auch ich viel zu tun.

Immer mehr erkenne ich, dass viele Menschen in einem Teufelskreis des Funktionierens (Gesellschaft, Beruf, Familie) stecken, mich eingeschlossen. Wie oft habe ich mir vorgenommen, wenn ich wieder einmal krank wurde: „Jetzt wirst du mal etwas mehr an dich denken und …“. Das hielt immer so lange an, bis ich wieder fit war und dann vergaß ich alle guten Vorsätze.

Ich hinterfrage mich regelmässig: Wann habe ich mir zuletzt eine persönliche Auszeit gegönnt, um zum Beispiel in eine Sauna zu gehen, mir eine Massage zu gönnen oder mich beim Friseur oder in einem Kosmetikstudio verwöhnen zu lassen? Wann war ich das letzte Mal im Kino? Wann war ich das letzte Mal mit Freunden in einer Bowlingbahn? Wann war ich das letzte Mal bei einem ausgedehnten Strandspaziergang? Wann war ich das letzte Mal in einem Museum? Wann war ich das letzte Mal in einem Theater oder in einem Musical? Was habe ich das letzte Mal mit Freunden Dart oder Billard gespielt? Wann habe ich das letzte Mal meinem Herz zugehört? Wann habe ich das letzte Mal mein Inneres Kind liebevoll in den Arm genommen?

Wir haben jetzt Dezember und manches habe ich mir nicht nur vorgenommen, sondern auch tatsächlich gemacht. In den letzten Monaten habe ich bereits einiges verändern können. Doch vorab musste ich mir bewusstwerden, was ich überhaupt will und was ich nicht mehr will.  Anfang 2016 war ich auf einer Transformationswoche von Robert Betz und diese Erlebnisse kann ich wärmstens empfehlen. Mir hat diese Woche sehr gut getan und geholfen. Ich traf viele wundervolle Menschen, mit denen ich bis heute noch in Verbindung stehe.  In den letzten Monaten habe ich viel für mich aufgearbeitet und meine Seele freute sich jedes Mal darüber, wenn ich ihr den „Sonntag“ schenke.

Wann und was hast du das letzte Mal für dich getan? Wonach sehnt sich deine Seele? Was bringt dein Herz zum singen?

Ich wünsche dir viele „Sonntage“ für deine Seele. Egal wie du es macht. Wichtig ist, dass du dich dabei gut fühlt.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit mit deiner Seele,

Namasté
Katrin

Als ich mich zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, dass mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krankmachen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

 

 

Ein Liebesbrief an mich

Habt ihr euch schon einmal einen Liebesbrief selbst geschrieben? Nicht? Dann kann ich euch nur dazu ermutigen, es zu einmal versuchen. Nehmt euch dafür etwas Zeit, richtet euch ein schönes Ambiente her, macht euch eure Lieblingsmusik an, nehmt dafür ein schönes Briefpapier und dann fangt an.

Das geht nicht? Warum nicht?

Zum Video: Ein Liebesbrief an mich

Gestern fand ich dieses Video im Internet und ich erinnerte mich gleich daran, wie ich Anfang des Jahres auf einer Coachingwoche die „Hausaufgabe“ bekam, einen liebevollen Brief an mein inneres Kind zu schreiben. Irgendwann, ein paar Monate später, würde der Veranstalter jeden einzelnen Brief an uns versenden.

Was? Wie jetzt? Was soll ich der kleinen Katrin schreiben? Ich sträubte mich anfänglich dagegen, doch irgendwie reizte es mich auch. Warum auch nicht? Wer schreibt sich schon selbst und vor allen werden handgeschriebene Briefe im Zeitalter der Technik immer seltener in einem Briefkasten anzutreffen sein.

Ich nahm mir die Zeit, setze mich auf dem Balkon, zündete eine Kerze an und lauschte den Wellen der Ostsee. Zuerst dachte ich, dass ich nicht einmal ein Blatt Papier voll bekäme und letztendlich wurden daraus fünf handgeschriebene Seiten. Ich war mit meinem Brief fertig und wollte ihn gerade in den edlen Briefumschlag stecken, da sah ich vor meinen Füßen eine kleine weiße flauschige Feder liegen. Kurzerhand schrieb ich unter meinem Brief noch folgendes: „Möge dich diese Feder immer daran erinnern, das du dein Leben in Leichtigkeit genießen darfst ❤️“

Ich verschloß den Brief und warf ihn am nächsten Tag in die Kiste, in der alle Briefe gesammelt wurden. Wenige Monate später kam er bei mir zu Hause an und ehrlich gesagt, wusste ich schon gar nicht mehr, was ich alles an mich geschrieben hatte. An diesem Tag lagen zwei handgeschriebene Briefe im Postkasten und beide waren besonders wertvoll.

Der eine Brief war von mir an mich und der zweite Brief war ein langersehnter Brief von meinem leiblichen Vater, den ich nun endlich kennenlernen wollte. Als Adoptierte hatte ich große Angst davor, seinen Brief zu öffnen.

Da lagen nun beide Briefe vor mir und ich war für einen Moment nicht in der Lage, überhaupt einen davon zu öffnen. Irgendwann beschloss ich zuerst meinen eigenen Brief an mich zu lesen und ich war verblüfft, was ich so alles an meine kleine Katrin geschrieben hatte. Das war ein sehr schöner Moment.

Nun war ich gewappnet, um den Brief meines Vaters zu öffnen und zwar als sein Kind und nicht als die Erwachsene. Als erstes sah ich ein Bild von ihm und seine Briefunterschrift „dein Vater“. Damit wusste ich, bevor ich seinen Brief überhaupt las, dass die Hürde des kennenlernen geschafft ist.

Ich kann nur jeden empfehlen, das Experiment auszuprobieren und sich selbst einmal einen Brief zu schreiben. Versucht es einfach, auch wenn ihr euch am Anfang möglicherweise dagegen sträubt. Ihr habt nichts zu verlieren, im Gegenteil. Mit solchen Briefen öffnet ihr euer Herz für das Kind in euch, was sich danach sehnt, von euch gesehen und geliebt zu werden.

Wenn ihr es ausprobiert, empfehle ich euch, euren Brief an eine Person des Vertrauens zu geben und sie darum zu bitten, ihn aufzubewahren und ihn in ein paar Wochen oder Monate in die Post zu geben.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr von euren Erfahrungen „Liebesbrief an mich“ berichtet.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Zeit,

eure Katrin

 

Hör auf dein Herz und lerne nein zu sagen

Hör auf dein Herz und lerne nein zu sagen, wenn es nötig ist

Ich liebe das Thema Persönlichkeitsentwicklung (das ist so schön vielseitig) und den Austausch mit Gleichgesinnten. Ich finde, dass das ein sehr interessantes und breit gefächertes Thema ist. In den letzten Monaten habe ich mir viel Zeit genommen, um zu überlegen, was für mich persönlich wichtig ist und was mir in meinem Leben Freude und Leichtigkeit erzeugt. Dies geschah aus gesundheitlichen Gründen und weil ich den Weg der Genesung gehen will. Deshalb ist für mich ein regelmäßiger Tiefgang zu meiner Seele und zu meinem Herzen wichtig. Manchmal vergesse ich das und dann fühle ich mich müde und ausgelaugt. Und manchmal ignoriere ich es auch.

Das Leben zeigt immer zwei Seiten der Medaille und das finde ich super. Es gibt nicht nur heiß oder kalt, hell oder dunkel, Tag oder Nacht. Nein, alles ist im ständigen Wandel. Mit unserem Kopf können wir denken und verstandesmäßig entscheiden (freier Wille), aber nur mit unserem Herzen können wir fühlen, ob sich für bestimmte Dinge, Angelegenheiten oder Entscheidungen richtig oder falsch anfühlen.

Doch da ist immer noch die Außenwelt, die großen Einfluss auf uns nimmt. Sei es die Familie oder der Freundeskreis, das soziale oder berufliche Umfeld. Immer wieder fordert und fordert irgend jemand etwas, meist unbewusst und teilweise auch ohne Rücksicht auf Verluste. Es scheint in der heutigen Zeit schon fast vollkommen „normal“ zu sein, dass alles in einer Art von Selbstverständlichkeit stattfindet. Wenn wir plötzlich anfangen „nein“ oder „stop“ zu bestimmten Dingen zu sagen, werden wir angeschaut, als würden wir von einem anderen Planeten kommen.

Wie haltet ihr das mit dem „nein“-sagen? Fällt euch das leicht oder doch eher schwer?

Ich liebe es zu geben, zu helfen wo ich kann und wo man mich benötigt. Manchmal sage ich auch nein, weil ich zum Beispiel nicht die richtige Person bin, um bei einem speziellen Problem helfen zu können oder weil ich irgend etwas nicht tun möchte. Das ist dem Anderen gegenüber ehrlich und fair, im Vergleich dazu, wenn ich permanent „ja“ sagen würde und doch nicht helfen könnte oder bei irgend etwas nicht mitmachen möchte. Es gibt Menschen die können mit Leichtigkeit mein „nein“ akzeptieren und es gibt Menschen, die mein „nein“ nicht verstehen wollen oder können.

Das finden sie in ihren Augen nicht für angebracht und weil sich diese Menschen verletzt fühlen / gekränkt zeigen, ist man manchmal geneigt in die Versuchung zu kommen, aus einem bereits gesprochenen „nein“ ein „ja“ zu machen. Bei meinen Kindern fällt mir das nein-sagen nicht immer leicht. ?Davon könnte ich ein Lied singen. Damit ich noch viel mehr lerne, auf mein eigenes Herz zu hören, halte ich es für sinnvoll, kurz innezuhalten und erst dann mit „ja“ oder „nein“ zu antworten.

Letztendlich geht es darum, den Spagat zu schaffen sich selbst treu zu bleiben und gleichzeitig liegt es einem fern, seine Mitmenschen zu verletzen. Doch passiert mit einem selbst, wenn man nachgibt, nur um der anderen Person recht zu machen und sie nicht zu verletzen?

(Kinder, Partner, Familie, Freunde und Kollegen sind übrigens die besten Versuchskaninchen, durch die du fleißig üben kann ?)

Wenn wir immer wieder nachgeben und unsere persönlichen Grenzen überschreiten lassen, verletzen wir uns selbst und das fühlt sich nicht gut an, im Gegenteil.

Stellt euch mal vor, jemand würde euch ständig um etwas bitten und obwohl ihr euch bei der einen oder anderen Wunscherfüllung nicht wohl fühlt, versucht ihr den Wunsch der Person trotzdem zu erfüllen. Das macht ihr vielleicht einige Male und irgendwann sprecht ihr es klar und deutlich an, dass ihr für das eine oder andere Problem nicht die richtige Person für die Lösung seid und sie / er sich jemand anderes suchen muss, der genau dafür geeignet ist. Im Normalfall ist das nachvollziehbar und in Ordnung. Doch manche Personen reagieren völlig gekränkt auf ein „nein“, weil sie es z.B. als eine mangelnde Wertschätzung gegenüber ihrer eigenen Person ansehen.

Wir können nur die Verantwortung für unser „ja“ und „nein“ übernehmen und darauf achten, dass ein „nein“ ein „nein“ bedeutet und bleibt, wenn wir es für richtig erachten. Punkt.

Ich weiß, es ist viel leichter zu schreiben, als es mitunter in der Realität umzusetzen. Doch es lohnt sich. Wenn ich zurückdenke, wie ich vor Jahren anfing zu lernen „nein“ zu sagen. Das war und ist bis heute nicht immer einfach, das könnt ihr mir glauben. Ich lerne es täglich immer wieder aufs Neue.

Vielleicht hilft euch diese kleine Übung im Fall eines gekränkten Gegenübers, der bei euch möglicherweise Knöpfe drücken konnte. Im Übrigen sind das unsere inneren verletzen Kinder, die da so reagieren. Das merkt ihr vor allen dann, wenn ihr nicht in eurer Mitte seid und euch verletzt fühlt.

Setzt euch bitte für einen kleinen Moment hin, atmet bewusst und langsam in den Bauchraum ein und wieder aus. Macht das ruhig ein paar Mal. Werdet euch bitte dabei bewusst, dass es gerade so ist, wie es ist und mit dieser Annahme der Situation seid ihr in der Lage zu fühlen und zu schauen, an wen oder was euch das erinnert. Wer hat z.B. in eurer Kindheit immer „nein“ zu euch gesagt (Mutter, Vater, Geschwister, Lehrer, ihr zu euch selbst)? Das gilt für beide Seiten, sowohl für den, der ein „nein“ akzeptieren darf und nicht will oder kann, aber auch für den, dessen „nein“ nicht vom Gegenüber akzeptieren werden will oder kann.

Ich wünsche euch eine tolle Zeit.

In diesem Sinne,

eure

Katrin Behr

 

Warum schreibe ich einen Blog

Seit langen höre ich meine innere Stimme sanft zu mir reden. Ich konnte sie lange nicht verstehen, weil ich mir für sie nicht die benötigte Zeit nahm und ihr nicht den benötigten Raum gab. Ständig wurde ich von anderen Dingen abelenkt, war permanent mit Dingen von Dritten beschäftigt und abends fiel ich nur noch hundemüde ins Bett. Ich wollte sie ja hören und doch schlief ich immer vorher ein, bevor ich meine innere Stimme wahrnehmen konnte. An jedem neuen Morgen nahm ich mir ganz fest vor, dass ich mir an diesem Abend Zeit nehmen werde, um ihr zuzuhören. Doch vergeblich. So vergingen Tage, Wochen, Monate und Jahre. Kennt ihr das auch?

Am 28. Juli 2016 stand ich mit dem Auto an einer Kreuzung und sah auf ein riesengroßes Werbeplakat von #restart, was mich sofort ganz tief im Inneren berührte.

Auf dem Plakat stand die Frage:  „Was würdest du tun, wenn du noch einmal von vorne anfangen könntest?“ 

Mein erster spontaner Impuls war: „Endlich auf mein Herz hören.“

Die tiefgründige Frage war gar nicht so einfach und sie ließ mich nicht mehr los. Ich sprach viele Menschen genau auf diese Frage an und die wenigsten konnten spontan darauf antworten. Die Frage regte aber auch sie zum Nachdenken an. Heute habe ich genauso ein Plakat im Büro hängen. Es ist interessant, wenn man immer wieder einmal über diese Frage nachdenkt.

Wo wäre der Anfang? Hat nicht jeder Mensch einen anderen Anfangszeitpunkt? Wonach richtet es sich? Welche Antwort würdet ihr auf die Frage des Plakates geben?

Ich werde meinen „Anfang“ auf jeden neuen Tag festlegen, den ich geschenkt bekomme. Warum? Ich brauche nicht darüber nachdenken, was wäre, wenn ich die Uhr zurückdrehen könnte? Das geht nicht. Doch was hindert mich daran aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen und manches, was vielleicht nicht so „gut“ verlief, für den neuen Tag zu korrigieren?

Meine innere Stimme wurde nun so laut, dass ich sie nicht mehr überhören konnte. Sie hatte sich andere Wege gesucht, damit ich mich ihr nun endlich widme. Ich erfuhr, dass ich eine nicht heil- und therapiefähige Erkrankung habe. Seit 1996 bin ich schon herzkrank und keiner wusste den Grund dafür. Ich änderte nichts und machte so weiter, wie ich es gelernt hatte. Zu funktionieren hatte ich gelernt. Als ich nun die Hiobsbotschaft von meiner Diagnose  – ich nenne sie Trulla – bekam, war ich am Anfang sehr traurig und es überkam mich eine große Angst. Mittlerweile bin ich sehr dankbar um das Wissen.

Alles was vorher selbstverständlich war, betrachte ich heute mit einem dankbaren Herz.

Es gibt einen schönen Spruch, den ich 2003 in einer Arztpraxis las. „Der Mensch hört mir nie zu“ sagt die Seele zum Körper. Das sagt der Körper: „Warte, ich werde krank und dann hat der Mensch Zeit, um dich anzuhören.“ Jetzt höre ich meinem Herzen zu.

Deshalb schreibe ich diesen Blog und erfülle mir damit einen meiner Herzenswünsche. Kein Buch. Im Moment jedenfalls nicht. Vielleicht später. Wer weiß.

Themen des Blogs werden u. a. sein:♥ Zeit für mich♥ Entspannen mit Kunst♥ Mein Weg zum Wohlbefinden♥ Harmonie aus der Natur

Namasté,

Katrin

 

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